Bier und Brot werden teuer

Und wieder ist es Russlands Schuld. Ein bisschen Feuer in den Wäldern dieses großen Landes und Premierminister Putin verdirbt uns Bierliebhabern den Genuss. Durch sein Verbot für die Ausfuhr von Weizen werden jetzt Lebensmittelpreise auf der Welt steigen, angefangen bei Mehl und Brot und nicht zuletzt für Bier. Weizen ist die wichtigste Kornart für die Lebensmittelproduktion in großen Teilen dieser Welt. Russland ist der drittgrößte Produzent und steht für ca. 10% des Weltexports. Das russische Ausfuhrverbot soll vorerst bis zum Jahresende gelten. Das hat nun die Kornbörsen in den USA und Europa in Panik versetzt. An den normalen Börsen sind daher auch die Kurse der großen Brauereien wie Carlsberg, Heineken, SABMiller und AB Inbev mit teilweise über 5% überdurchschnittlich stark gefallen.


Mit einem vollen Glas Bier vor sich sollte er eigentlich fröhlicher aussehen...
Quelle: http://beerbeer.org

Nach einer Erhöhung der Weizenpreise von 12% alleine am Donnerstag und einer Verdopplung der Preise in den letzten 5 Monaten befinden sich die Weizenpreise zur Zeit auf ihrem höchsten Niveau und eine weitere Lebensmittelkrise wird erwartet. Zu den großflächigen Waldbränden in Russland kommt eine hartnäckige Dürreperiode in Russland und einigen Nachbarländern hinzu, die für eine weitere Verknappung von Weizen sorgt. Von den Preissteigerungen des Weizen sind auch andere Kornarten wie Gerste betroffen, die für das Brauen von Bier wichtig sind.

Lebensmittelproduzenten sind sich sicher, dass die Erhöhung der Weizenpreise Einfluss auf die Produktionskosten ihrer Produkte hat und an die Verbraucher weitergegeben wird. Sie können aber noch nicht sagen, wie viel tiefer der Verbraucher bald in die Tasche greifen muss. Das gleiche gilt für die Produktion von Bier. Brauereien haben höhere Ausgaben im Einkauf und werden diese mittelfristig auf den Konsumenten umlegen.

Und am Ende ist der Otto-Normalverbaucher mal wieder der Dumme. Danke Herr Putin. Wenn Sie sich um Ihr Land kümmern wollen, gehen Sie doch lieber Waldbrände löschen.

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